• Christine Sauer

3 Apps für mehr Gesundheit

Aktualisiert: Jan 23

Heute möchte ich euch 3 Apps vorstellen, die helfen können gesünder und bewusster zu leben. Es sind zur Zeit meine 3 Favourites. Vielleicht kennt ihr sie schon und falls nicht, fühlt euch inspiriert.

  • Kptn Cook: Meal prep leicht gemacht

  • Headspace: Gedankenkarussell abschalten

  • Skin Pick als Beispiel wie dir Tracking Apps helfen können

KptnCook


Die letzten Monate hatte ich viel Zeit zum Kochen, weshalb ich meine Fähigkeiten in Sachen Haushaltsorganisation deutlich verbessern konnte. Ich werfe kein Essen mehr weg, koche jeden zweiten Tag und achte dabei auf wertvolle Nährstoffe. Es macht mir mittlerweile richtig Spaß und stresst mich nicht mehr wie früher. Falls man diese Zeit nicht hat und Kochen einem als zusätzliche Bürde erscheint, fängt man oft an sich von Fast Food zu ernähren. Gesundheitsbewusstere Menschen hingegen geben dafür eher sehr viel Geld für Restaurantbesuche aus. Beides sind Vermeidungsstrategien, um sich nicht an den Herd stellen zu müssen. Ich kenne das Problem, ich hatte es auch. Hinzu kommen dann noch diverse Unverträglichkeiten und man ist vollends frustriert.


Ad hoc oder Meal prep


Dabei muss das gar nicht kompliziert sein. Gesund essen und selbst kochen, ist erstmal nur eine Frage der richtigen Organisation. KptnCook setzt genau hier an. Die App schlägt jeden Tag vier Tagesgerichte vor, die man ganz einfach nachkochen kann. Zuvor kann man noch auswählen, ob man Veggie oder Fleischesser ist, damit die Vorschläge besser passen. Dabei ist es auch nicht dramatisch, dass es bisher noch keinen Filter für vegan gibt, denn die meisten Veggiegerichte enthalten keine tierischen Produkte.


Die Rezepte von KptnCook werden von Foodbloggern eingespeist (Achtung Wortwitz), dauern nie länger als 30 min und beinhalten nur wenige, aber gesunde Lebensmittel. So kann man sich kurz vor Feierabend überraschen lassen, was heute so auf der Tageskarte steht. Anschließend erstellt man dann eine In-App-Einkaufsliste, falls nicht alles zu Hause vorrätig sein sollte, und hüpft nochmal kurz in den Supermarkt.


Die Mengenangaben pro Gericht kann man variieren. Sprich, wenn mir danach ist, koche ich einfach die dreifache Menge. So muss ich dann nur noch 2 – 3 x die Woche wirklich am Herd stehen.


Klasse finde ich das user-freundliche Design und die schönen Fotos. Man kann durch die vorgeschlagenen Gerichte blättern und sogar direkt nachsehen, ob sich im Umkreis ein Supermarkt befindet. Wobei ich diese Funktion für überflüssig halte, denn da wo ich koche, wohne ich in der Regel auch und kenne somit meine Supermärkte. Egal, das Feature war easy zu integrieren.

Die App funktioniert übrigens einwandfrei. Ich logge mich mit meinem persönlichen Konto ein und verwalte meine Einkaufs-listen. Diese kann ich sogar offline einsehen kann, denn in manchen Supermärkten hat man nur schlechten Empfang. Eine richtig coole Funktion ist außerdem die geschätzte Preisangabe der Zutaten aus jeder Supermarktkette. Also ein absolutes Must-Have für alle Kochmuffel und gestresste Gesundheitsbewusste. Einmal pro Woche erstellt die App übrigens ein paar Wochenspecials, als zusätzliche Inspiration.


Headspace


Wer endlich das Gedankenkarussell abstellen will, der muss Meditieren lernen. Und genau da liegt das Problem. Die Worte „Müssen“ und „Lernen“ stehen für Performance, und damit hat die Meditation so gar nichts am Hut. Leider verstehen wir nicht so richtig, wie wir lernen können, ganz ohne Performance-Anspruch. Wie soll man denn wissen, ob man besser geworden ist, wenn kein Vergleich da ist? Die App Headspace belehrt uns jedenfalls eines Besseren. Auf spielerische Weise, unterstützt durch super niedliche Videos und tollen Erzählstimmen, bekommen wir richtig Lust auf die daily routine, namens Meditation und werden besser, ohne es zu merken.


Die Übungen dauern zwischen 3 min und 10 min. Man kann sie immer und überall ausführen. In der U-Bahn zum Beispiel, wenn man gute Kopfhörer besitzt oder auch am Arbeitsplatz. Ich habe gerade eben erst eine kurze Einheit eingeschoben, während ich diese Zeilen geschrieben habe.


Die App lässt sich übrigens zwei Wochen kostenlos testen, danach zahlt man. Ich habe die jährliche Variante für rund 60€ gewählt und finde den Preis mehr als angemessen, wenn man sich die aufwendige App-Produktion auf der Zunge zergehen lässt.


Hier seht ihr mein Konto. Macht irgendwie Spaß Mediationsminuten zu sammeln. Es ist quasi die Zeit meiner no performance: Die Zeit, in der ich nicht gehetzt bin, nicht geschrieben haben, nicht gelernt oder gearbeitet habe. Es ist meine me time und ich sehe jeden Tag, dass ich mir diese Auszeit gegönnt habe. Das motiviert!


Skin Pick


Die nächste App steht für eine ganze Reihe von Tracking-Apps, je nach Anspruch. Da ich an Skin Picking leide, sobald ich unter Stress stehe, wollte ich euch gerne anhand von Skin Pick zeigen, wie diese Art von App mir helfen konnte.


Jeden Tag dokumentierte ich akribisch meine Urges, also jedes Verlangen und jede Ausführungshandlung (zu kratzen). Die Eingabe ließ sich dann noch spezifizieren. Z. B. konnte ich angeben, was meiner Meinung der Auslöser für den Anfall war, wie lange er anhielt und wie schlimm die Auswirkungen waren. Anhand der ausgewerteten Kurve könnt ihr vielleicht erkennen, dass meine Attacken in dem Monat zunehmend geringer wurden.


Mehrere Gründe waren am Erfolg beteiligt. Zum einen wusste ich aufgrund der Auswertung, wann die Gefahr zu kratzen am höchsten war. So fanden die meisten meiner Attacken zwischen 14.00 und 18.00 Uhr statt. Also fing ich an, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, das mich frühzeitig warnte. Zum anderen, hinderte mich die etwas lästige Eingabe daran zu kratzen. Wobei man sagen muss, dass es einem Skin Pick so angenehm wie möglich gestaltet, die Urges festzuhalten.


Tracking-Apps gibt es natürlich auch für viele andere Leiden, wie beispielsweise Übergewicht (Foodtracker, wie LifeSum), Unverträglichkeiten (Cara-App zur Dokumentation) oder der unschönen Angewohnheit zu rauchen (Smoke free). Das einzige was einem diese Apps nicht abnehmen können ist, die Lust und der Wille etwas zu ändern.


Dieser Beitrag ist unbezahlte Werbung. Niemand hat mich dazu aufgefordert, über die 3 Apps zu schreiben. Sie gefallen mir einfach.

 

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