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  • Christine Sauer

Käsebrot mit Kippe

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Podcastfolge #01


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Herzlich Willkommen zu meinem Podcast „we.are.gesund“, dem Podcast für spannende Themen aus der Ecke ganzheitliche Gesundheit, Prävention, Ernährungslehre, Sinneswandel und Selbstachtung.


Ich heiße Christine, bin Heilpraktikerschülerin und betreibe seit einiger Zeit einen Gesundheitsblog mit dem Namen iamsauer.de. Hier bei we.are.gesund erwarten dich Tipps und Tricks für ein selbstbestimmtes, gesundes Leben. Nicht nur ich komme dabei zu Wort, sondern auch meine Gäste, die von ihrer Vision eines gesünderen Lebens erzählen. Lehn‘ dich zurück und lass dich inspirieren. Du musst nichts tun, nur zuhören. Viel Spaß!

Yeah, die erste Folge ist online. Ich bin also auch unter die Podcaster gegangen. Vor einem Jahr hätte ich das noch nicht für möglich gehalten. Da war das nur was, das ich meinen Kunden empfohlen habe. „Ihr müsst mal unbedingt so’n Podcast machen. Das machen alle, voll im Trend.“ Und alle so: „Ja.“ Und dann... Stille. Nichts ist passiert. Alle zu gestresst, kein Geld, keine Zeit. Tja, dann mache ich eben selbst einen und erzähle über das, was mir wirklich am Herzen liegt: Gesundheit.


Schopenhauer, übrigens auch ein Frankfurter, hat vor über 200 Jahren mal gesagt: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Das kann ich bestätigen. Wer mir auf meinen anderen Kanälen folgt oder, wer mich persönlich kennt, wird wissen, was ich durchgemacht habe. Ich spreche ehrlich gesagt nicht oft darüber, denn es nimmt mich noch sehr mit. Die Angst keimt in mir auf und das böse Wort mit K kann ich immer noch nicht aussprechen. Nur so viel: Ich hatte eine wirklich schlimme Zeit und normaler Weise würde ich nicht hier sitzen und in ein Mikrophon sprechen.


Aber eine gute Sache hat sich aus dieser Erfahrung entwickelt: Ich weiß jetzt wie wertvoll es ist, dass wir am Lebensind. Und ich weiß auch, wie es sich anfühlt, das nicht zu wissen. Die Zeit habe ich ja Jahrzehte erlebt. Das waren Jahren, in denen ich nicht nur gemacht habe, was Teenies ebenso machen, sondern auch die Jahre danach, als erwachsene junge Frau. Ein Käsebrot zu essen, dabei eine Kippe zu rauchen und das als das Genüsslichste auf der Welt anzusehen, war dabei noch harmlos. Ich habe manchmal nichts getrunken, bis zum Abend nicht und das obwohl ich stundenlang in der Sonne lag und bruzzelte. Ich hatte einfach keinen Durst.


Teilweise scheiden sich ja die Geister, ob wir denn wirklich immer 2 Liter am Tag trinken müssen. Ich sage ja. Ich sage 30 ml pro Kilokörpergewicht macht total Sinn. Nicht nur die Niere braucht Wasser, sondern unser gesamter Organismus. Wasser verdunstet, wir schwitzen, unsere Schleimhäutemüssen feucht bleiben, unser Zytoplasmabesteht aus Wasser, überall ist Wasser. Wo soll es denn auch herkommen, wenn nicht von außen zugeführt? Also schön trinken, gell.


Wir machen im Alltag wirklich einige Fehler in Bezug auf unsere Gesundheit. Man kann aber nicht sagen, dass man deshalb im Alter auch irgendeine chronische Erkrankung bekommt. Das wäre zu einfach gedacht. Aber es ist doch sehr auffällig, wie die steigende Zahl der Erkrankungen an Volksleiden, wie Krebs, Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf jedes Jahr zunimmt.


Da bleibt nicht viel, auf was man den Anstieg schieben könnte, außer auf Umweltgifteund eine falsche Lebens- und Ernährungsweise. Auch die Epigenetik spielt da eine wesentliche Rolle. Im HR Funkkolleg sprachen sie vor ein paar Wochen von: „Wir werden, was unsere Eltern gegessen haben.“ Im The Guardian wurde 2015 eine Studie über Nachkommen von Holocaust-Überlebenden veröffentlicht. Das Forscherteam des New Yorker Mount Sinai Hospitals fand heraus, dass sogar Stress bzw. Traumata vererbt werden können. Das geschehe durch bestimmte chemische Marker, die sich an unsere DNA heften und Gene an- oder ausschalten. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung schreibt auf seiner Seite "Wer sich längere Zeit ungesund ernährt, verändert womöglich dauerhaft wichtige Schaltstellen in seinem Erbgut. Eltern steigern dadurch nicht nur das eigene Risiko auf Stoffwechselerkrankungen, sondern auch das ihrer künftigen Nachkommen."


Sind also die Gene, die wir in uns tragen und Krankheiten verursachen, teilweise ebenfalls auf die Lebensweise unserer Eltern und Großeltern zurückzuführen? Das wäre ja was! Und wer weiß zudem schon, was wir alles noch nicht erforscht haben und wissen. Echt spannend, dass unsere Lebensweise nicht nur Einfluss auf uns, sondern auch auf unsere Nachkommen hat. Und auch wenn ich selbst keine Kinder bekommen kann, so bestätigt es mich dennoch darin, das Käsebrot mit Kippe weiterhin sein zu lassen. Die Kippe war ja noch nie gesund, und das Käsebrot.... Nun ja, Käse besteht aus Milch und Milch ist von der Natur für Babys vorgesehen. Sie ist reichhaltig an Proteinen, Fetten und Kohlehydraten, dem Milchzucker und dieser wird in unserem Organismus mit Hilfe eines Enzyms verstoffwechselt. Lactase produzieren aber hauptsächlich auch nur die Babys. Dass sehr viele Menschen auf der Nordhalbkugel Milch dennoch gut vertragen, muss an einer Genmutationliegen, die vor einigen tausenden Jahren stattgefunden hat. Dies hatte seinen Zweck, denn in harten Wintermonaten, konnte Milch ausreichend Fette und einige andere Nährstoffe spenden. In Zeiten von Snackification, in der wir Essen im Überfluss haben, sind wir, zumindest in Industrieländern, nicht mehr von der Milch abhängig. Sie steht ohnehin im Verdacht Autoimmunerkrankung und entzündliche Darmerkrankungen auszulösen. Zudem gibt es Studien darüber, dass sowohl ihre Proteine, als auch ihr Kalziumgehalt nicht so wertvoll sind, wie wir immer dachten. Die Proteine werden höchstwahrscheinlich im Darm schneller in Zucker umgewandelt als pflanzliche Proteine. Das ist für Sportler natürlich gut, weil sie schnelle Kohlenhydrate benötigen, aber im Alltag eher nicht, da der Blutzuckerspiegel rapide ansteigt und ebenso schnell wieder in den Keller sinkt.


Ihr hoher Kalziumgehalt hilft uns leider ebenso wenig, denn in der Milch sind Phosphoproteine und schwefelhaltige Aminosäuren enthalten, die Entzündungen fördern und chemisch wie Säuren wirken. Der Körper versucht diesen Vorgang zu neutralisieren und dazu nutzt er das Kalzium aus unseren Knochen. Sieht also so aus, als sei Milch hier eher ein Kalziumfresser anstatt Spender.


Das in der Milch enthaltene Fett, besteht übrigens aus gesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren brauchen wir zwar auch, aber nur in Maßen und sie kommen ohnehin in allen tierischen Produkten vor. In pflanzlichen übrigens auch, aber nicht so immens. Da überwiegen meist die ungesättigten Fettsäuren. Außer im Olivenöl. Das hat allerdings ganz andere tolle Eigenschaften, z. B. seine Polyphenole, wie das Oleocanthal, ein Stoff der antientzündlich und antioxidativ wirkt. Antioxidantienfangen freie Radikale. Das sind durch Gewalt abgetrennte Atome von Molekülverbindungen, die sich schnell einen neuen Partner suchen. Finden sie ihn nicht, reißen die freien Radikale ihren Partner zur Not aus unserer DNA, was Entzündungen und schlimme Krankheiten auslösen kann. Wir müssen die freien Radikale also mit was anderem füttern, zum Beispiel Öl, wie das Olivenöl. Es funktioniert aber auch mit ungesättigten Fettsäuren, die jede Menge Elektronen an aggressive freie Radikale abzugeben haben. Auch die Vitamine A (Retinol), C (Ascorbinsäure), E (fettlösliche Substanz Tocopherol) und Betacarotin (Vorstufe von Vitamin A) haben Elektronen übrig und teilen sie gerne mit den freien Radikalen. Im Übrigens sind sie nicht passé schlecht. Produziert unser Körper zu viele, dann ja, aber sie entstehen auch im natürlichen Rahmen während unserer Zellatmung und sind nützlich, denn sie greifen nicht nur gesunde Körperzellen an, sondern auch Viren und Bakterien.


Ernährung ist ein wirklich komplexes Thema. Ich beschäftige mich erst seit etwas über einem Jahr mit dieser Materie, habe unfassbar viel gelernt, aber bin noch lange nicht am Ende. Selbst während ich den Podcast-Beitrag vorbereitet habe, ist mir mal wieder aufgefallen, wie widersprüchlich manches sein kann. Milch allein hat unglaublich viele Studien pro Milch und mittlerweile ebenso viele gegen Milch. Bas Kast geht in seinem Buch „Der Ernährungskompass“ viel auf das Thema Studien im Allgemeinen ein. Wirklich sehr empfehlenswert sein Buch. Aber auch da, nicht alles was er schreibt, ist auch meine Meinung. Ich denke, dass Ernährung nicht nur im Generellen sehr komplex ist, sondern dass es keine allgemeingültige Regel geben kann. Gluten ist da ein gutes Beispiel. Verträgst du es nicht, lass es weg, verträgst du es, können dir Dinkel und Co. ein sehr nützlicher Kohlenhydratspender sein.


Die einzige Regel, die man in der Ernährungslehre ohne Rücksicht auf Verluste befolgen kann, ist wahrscheinlich die, dass noch nie jemand an zu viel Gemüse und Obst gestorben ist. Ja, stimmt auch Brokkoli in hohen Dosen kann theoretisch zum Tod führen, aber wer macht denn sowas?


Top 4 Tipps für eine gesunde Ernährung


Hier kommen meine Top 4 Tipps, der Ernährungslehre. Wie ihr gleich sehen werdet, kommen darin keine tierischen Produkte vor. Ich bin selbst Veggie, fast Veganerin und das aus voller Überzeugung. Ich finde es aber kontraproduktiv den Finger zu heben und Menschen vorzuschreiben, dass sie kein Fleisch oder Eier essen sollen. Wenn ihr nicht darauf verzichten könnt/wollt, dann versucht es vielleicht nur einzuschränken, aber die Wurst ganz weg zu lassen. Wurst ist einfach Gift. Sie bietet keinerlei Nährstoffe und ist trölfmillionen mal verarbeitet und total gesalzen, sodass sie auf Dauer unserem Organismus schadet. Gegen den Sonntagsbraten oder hin und wieder eine Hühnerbrust, ist nichts einzuwenden, solange sie bio sind.


1. Iss viel Vollkorn, sofern du es verträgst. Vollkorn hat langkettige Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index, heisst: der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam an und hält dadurch länger an. Wir haben nicht so schnell wieder Hunger. Vollkornbrot macht also länger satt. Das liegt außerdem auch an den Ballaststoffen im Korn, die unser Körper zwar nicht verwerten kann, die aber unser Stuhlvolumen erhöhen und die Magenwände dehnen. Der Magen signalisiert dann dem Hirn, bin voll, danke nichts mehr. Mega praktisch. Außerdem haben Ballaststoffe noch eine weitere Funktion: Sie füttern unsere Darmbakterien. Man nennt sie deshalb auch Präbiotikafür die Probiotika.


2. Iss viel Gemüse und Obst. Auf meinem Blog und auf Instagram stelle ich immer mal wieder Gemüse, Pflanzen oder Obstsorten vor, die wichtige Stoffe beinhalten. Essentielle Amino- oder Fettsäuren zum Beispiel. Aus Aminosäuren bestehen unsere Eiweiße im Körper und Eiweiße sind wiederum die Grundlage aller Lebewesen. Jegliches Gewebe besteht aus Eiweißen. Fettsäuren benötigen wir für die Energiegewinnung und als Schutz. Polster zum Beispiel, um Organe weich zu lagern.


3. Lerne zu kochen. Ich habe wirklich nie, nie, nie gekocht in jüngeren Jahren. Erst seit etwa 8 Jahren und sehr intensiv das letzte Jahr, fing ich an daran Gefallen zu entwickeln und siehe da: meine Ernährung wurde stetig besser. Wer nicht gerne kocht, kann sich das Kochen selbst ebenfalls „schmackhaft“machen. Vielleicht meldest du dich mal bei einem Kurs an, kaufst dir ein gutes Messer, ein großes Schneidebrett, eine Gastropfanne und eine hübsche Schürze. Dann macht das ganze irgendwie viel mehr Spaß.


4. Viel trinken. Wie anfangs erwähnt 30ml pro Kilogramm Körpergewicht. In meinem Fall sind das knapp 1,8 Liter. (Ohje, jetzt wisst ihr was ich wiege.) Natürlich sollen das dann keine 1,8 Liter Cola sein. Aber das ist ja wohl klar. Am besten stilles Wasser oder Tee. Mit Tee habt ihr gleich noch einen weiteren Effekt, der aus den sekundären Pflanzenstoffen hervorgeht. Flavonoidewirken auch als Antioxidantien und sind beispielsweise in grünem Tee enthalten.

Und wenn du das befolgst, plus einen geregelten Tagesablauf zu integrieren, ohne zu viel Stress und inkl. Sporteinheiten, dann ist das schon die halbe Miete für deinen gesunden Lebensstil.


Ich möchte dir hier in Zukunft aber nicht nur etwas über Ernährung erzählen, sondern auch über solche Dinge, wie die Ordnungstherapie, bzw. Mind-Body-Therapie. Ich finde das mindestens genauso wichtig, wie sich gesund zu ernähren. Was das beinhaltet, werde ich in einer anderen Folge erzählen.


Ich hoffe dir hat gefallen, was ich erzählt habe. Falls ja oder auch falls nein, dann lasse gerne eine Rezension auf iTunes da. Ein Podcast ist ja immer ein bisschen einseitig und ich würde gerne wissen, was dir gefallen hat oder was ich besser machen kann. Du hilfst mir dadurch außerdem mehr Hörer zu finden, die eine Inspiration für einen gesünderen Lebensstil suchen, und vielleicht nur einen kleinen Schubser in die richtige Richtung benötigen.